Don’t be a nutcase, put your nut in a case! – Helmpflicht für Fahrradfahrer-

Das Fahrradfahren wird vor allem in Großstädten wie Berlin immer beliebter. Körperliche Ertüchtigung an der frischen Luft treffen auf Umweltbewusstsein und ein unkompliziertes Fortbewegungsmittel.

Jedoch sind sich oft viele Menschen der Gefahr nicht bewusst, der sie sich vor allem in Großstädten beim Fahrradfahren aussetzen. Im Jahr 2018 gab es in Berlin 10 Todesfälle bei verunglückten Radfahrern und fast 900 Schwerverletzte.

Die Bedingungen für Radfahrer in Berlin müssen im Einklang mit denen der Fußgänger und Autofahrer verbessert und Fahrradwege weiter ausgebaut werden. Wir begrüßen außerdem den verpflichtenden Abbiegeassisstenten für LKWs, der zwischen den Jahren 2020 und 2022 eingeführt werden soll.

Um die Sicherheit der Radfahrer zu verbessern, möchten wir jedoch nicht nur bei den Bedingungen ansetzen, sondern auch bei den Radfahrern selbst. Die meisten tödlichen Unfälle sind tödlich, weil die Radfahrer keinen Fahrradhelm tragen. Dies ist nicht nur für den Radfahrer fatal, sondern kann auch für den Autofahrer mit schweren traumatischen Belastungen einhergehen, wenn dieser einen Fahrradfahrer tötet, der mit Helm vielleicht überlebt hätte.
Um Fahrradfahrer besser zu schützen und sie daran zu erinnern, dass sie Verantwortung im Straßenverkehr tragen, fordern wir eine Helmpflicht in Deutschland.

In anderen Ländern wie z.B. Australien gibt es diese seit bereits 30 Jahren. Dort ist die Zahl der tödlichen Fahrradunfälle um ca. 50 Prozent gesunden, seit der Einführung der Helmpflicht. Wir hoffen, dass es mit dieser Pflicht für mehr Menschen selbstverständlich wird beim Fahren einen Helm zu tragen und fordern, dass bei Nicht-Einhaltung ein Bußgeld in angemessenem Rahmen verhängt werden soll. Hierfür sollen Bike Sharing Dienste verpflichtet werden auf die Regelung hinzuweisen. Fahrradfahrer, die gegen die Helmpflicht verstoßen, tragen im Falle eines Unfalls dann auch ein Mitverschulden an ihren entsprechend schwereren Kopfverletzungen – das erhebliche Verletzungsrisiko aus dem Verzicht auf einen Fahrradhelms wird somit nicht mehr auf andere Unfallbeteiligte abgewälzt.

Auch fordern wir, da viele Fahrradfahrer keinen Autoführerschein haben und somit nicht mehr mit aktuellen Verkehrsregeln vertraut sein könnten, dass die Bezirke regelmäßige kostenlose und freiwillige Verkehrsschulungen für Fahrradfahrer anbieten, diese kann in Kooperation mit lokalen Fahrradgeschäften erfolgen. Ergänzend soll ein niedrigschwelliges Online-Angebot zur Verkehrsauffrischung geschaffen werden.